Ellen Erdbeer
Gemälde in Kreide
Ellen Erdbeers Werke haben immer Strukturen zum Thema.
Das gilt für die Streifenbilder wie auch für
die phytomorphen Gebilde ihrer Wachskreide-Werke.
Streifzüge: Ihre Arbeiten sind zunächst Ansammlungen
von Strichen - gezogene, gestrichene Linien. Immer wieder
neu gespitzt, immer wieder neu angesetzt, eine Fleißarbeit,
eine Arbeit, die sich selbst genügt. Und jeder
Strich ist anders. Das Leben macht sich in den Bildern
bemerkbar. Die Striche sind nicht immer gleich. Material,
Lebenskraft, Gestaltungswille beeinflussen Strichbreite
und Strichstärke. Ausgehend von der Ruhe und Regelmäßigkeit
des einzelnen Striches ist eine zunehmende Experimentierlust
zu erkennen. Die Phantasie springt an, eine Quelle beginnt
zu fließen.
Flammenwelten: Farben und Formen umschlingen sich wie
Flammen. Welche Begegnung findet statt, wenn Farbe auf
Grau trifft? Welche Welten eröffnen sich dem Betrachter,
wenn die Form des Einzelnen im Ganzen aufgeht? Werden
dann aus tanzenden Flammen plötzlich Köpfe
von Elchen? Lacht da eine Alte über das Ungelenke
einer kleinen Elfe? Die Bilder sind Ausdruck der Bewegung
und Kraft, in denen sie geschaffen wurden.
Die Werke von Ellen Erdbeer sind als geistige Entspannung
nach einem arbeitsreichen Tag entstanden. Fast so, als
wäre jeder Strich ein Zinken an dem sich die Gedanken
strählen ließen. Ein Kamm für die Gedanken.
Fast so als wäre jeder Wachskreidefleck ein Wesen,
das noch einmal den Tag zusammenfasst.
Die Farben werden zum Energiespender, das Malen als
Tätigkeit zum Kraftakkumulator.
Kontakt:
über das Bürgerhaus in Barmbek,
Tel: 040 – 630 4000 |

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